„Charts“ – Schaubilder in der Montessori-Arbeit

„Charts“ – Schaubilder in der Montessori-Arbeit

Einführung

In der internationalen Montessori-Tradition der Kosmischen Erziehung spielen Schaubilder eine große Rolle. Mario Montessori hatte oft begleitend zum eigenen Erzählen gezeichnet und den Kurs-Teilnehmerinnen sog. „Charts“ zur Verfügung gestellt. So entstand ein Kanon überlieferter Schaubilder, der bis heute kaum verändert und modernisiert wurde.

In der niederländisch-deutschen Tradition fanden diese Schaubilder nahezu keine Verwendung. Einige der Inhalte wurden in Form von Entwicklungsmaterialien aufbereitet, die Kindern einen handelnden Umgang mit dem Thema ermöglichen – wie z. B. der Geologie-Baukasten – und haben sich in der Freien Arbeit sehr gut bewährt. Ander Inhalte blieben unberücksichtigt.

Themeninhalte mit höherem Abstraktionsgrad lassen sich sehr gut mithilfe von Schaubildern verdeutlichen. Damit Schaubilder nicht nur in Gruppeneinführungen, sondern auch von den Kindern an ihrem Arbeitsplatz verwendet werden können, bietet sich das DIN-A3-Format an. Manche Charts liegen in zwei Ausführungen vor: einer beschrifteten und einer unbeschrifteten. Die Kinder ordnen der unbeschrifteten Abbildung auf Folie kopierte Namen zu und können sich dadurch die Begriffe und den Aufbau des Schaubilds einprägen.

Reizvoll ist es auch, Schaubilder, zum Beispiel zum „Kreislauf des Wassers“, gemeinsam mit einer Kindergruppe zu zeichnen: Während wir erzählen, zeichnen wir mit Bleistift die großen Strukturen (Gebirge, Täler, Flachland, Meer, Wolken), und die Kinder malen die Details aus (Schneeflocken, Regentropfen, die Wellen, die Schiffe auf dem Meer und die Häuser der Stadt am großen Strom…).


-> Hilfe zum Ausdrucken der Charts

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