Sonnenfinsternis – geometrische Experimente

Sonnenfinsternis – geometrische Experimente

Sonnenfinsternis – geometrische Experimente

Das Erlebnis der Sonnenfinsternis von 2026 und der Nachklang der Sofi von 1999 führten mich zu dieser Materialidee. Ich wollte versuchen, unseren Kindern in der Grundschule eine Vorstellung davon zu ermöglichen, was die vielen Grafiken zeigen wollen – die Erklärung für den Kern- und Halbschatten mittels eines Strahlenganges. Aber das ist verblüffenderweise gar nicht so einfach. Das merkt man, wenn man versucht, selbst eine Skizze ohne Vorlage anzufertigen. Besonders kompliziert wird es beim „Halbschatten“.

Deshalb drehe ich die Perspektive und Denkrichtung um. Für die Kinder will ich die Perspektive des Betrachters einnehmen und erklären. Das, was am Himmel zu sehen ist, kann im Modell nachgebaut werden. Wir schauen dabei durch das Loch der Erde. Es soll ein ganz einfaches Modell mit Experimentcharakter sein.

Die Arten von Finsternissen – totale, partielle, ringförmige – können nachgestellt und direkt beobachtet werden.

Das „Wunderbare“ ist ja, dass ein kleiner Körper (Mond) einen riesigen Körper (Sonne) scheinbar abdecken kann. Wir spielen mit dem ausgestreckten Daumen, der ein Gesicht von einem anderen Kind vollständig verdecken kann.

Wenn damit genügend Erfahrung gesammelt wurde, gehen wir zu den zeichnerischen Experimenten und Lösungen über. Sie bilden das nach, was zuvor konkret am Modell ausprobiert wurde. Zwischendurch kamen die Kinder immer wieder zum Holzmodell zurück und vergewisserten sich darüber, dass sie das „Problem“ verstanden hatten.

Die gezeichneten Strahlen nehmen den Ausgang vom Auge und berühren den Rand des Mondes. So ergibt sich das Bild der sichtbaren Sonne. Bei der Skizzierung besteht die Herausforderung, diese zweidimensionale Zeichnung als Seitenansicht mit den räumlichen Eindrücken in Draufsicht gedanklich in Verbindung zu bringen.

Die Anordnung von Sonne-Erde-Mond bleibt auf allen Seiten ähnlich. Deshalb gibt es immer einen kleinen schwarzen Fleck auf der Erde, der Kernschatten des Mondes. Nur an dieser kleinen Stelle der Erde ist eine Sonnenfinsternis zu sehen.

Was sich ändert, ist die Position des Auges – die Position des Betrachters. Ich stelle mir also vor, was ich sehen würde, wäre ich an dieser Stelle der Erde.

Die Frage „Was sieht das Auge?“ (Seite 5, 7, 9, 11) ist wichtig. Dieser Transfair bildet das denkerische Zentrum des Materials. Meine acht- bis zehnjährigen Kinder nahmen die Herausforderung gern an und fertigten eine Skizze an, bevor sie ihr Ergebnis mit meinem Lösungsvorschlag verglichen.

Das Material „Von der Größe der Sonne“ passt sehr gut zu diesem Projekt.

Beigefügt ist eine Bild-Text-Sammlung zu den Phasen einer Sonnenfinsternis (Material von 1999).

Update am 23.09.2026


Autor:  Markus Wurster
Entstehungsjahr:  2026
Quelle:  www.montessori-download.de
Lizenz:  Creative Commons 3.0 Deutschland – Namensnennung – Nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen (Erklärung)

Sonnenfinsternis-Geometrie Begleittext und Material
Datei:  PDF 4 Seiten / 1,4 MB
icon-downloadDOWNLOAD

Sonnenfinsternis-Geometrie Arbeitsbuch
Datei:  PDF 23 Seiten / 9,4 MB
icon-downloadDOWNLOAD

Sonnenfinsternis Bild-Text-Karten
Datei:  PDF 6 Seiten / 142 KB
icon-downloadDOWNLOAD

Freiwillige Zahlungen / Honorierungen sind willkommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert